Die Philosophen – Festhalten und Loslassen im Kontext des Digitalen

Philosophen-kommenDie zweite Monographie der Serie “Die Philosophen kommen” von Marion Fuglewicz-Bren erscheint im September 2014.

“In Anlehnung an Band eins kommen auch hier in essayistischen Interviews Denker, Intellektuelle und Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Medien zu Wort, die mit ihren jeweiligen interdisziplinären Ansätzen oder Festivalprogrammen dazu beitragen, dass philosophische Denkansätze und Lebensentwürfe einen größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft erlangen.
Autorin Marion Fugléwicz-Bren: „Das Nachfolgebuch „Die Philosophen kommen – The Next Chapter“ – ist inhaltlich weiter gefasst und umfasst etwa auch das „Neue Denken”, dem man heute bei charismatischen Menschen oft begegnet.”

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Zu meinem Beitrag (ein Auszug):

Alte und neue Inhalte – können wir das Web heute schon verstehen? – Festhalten und Loslassen im Kontext des Digitalen

Florian Brody denkt im Interview darüber nach, wie hilflos der „gemeine Archivar“ dem Zerrinnen alter und neuer Inhalte gegenüber steht. Er lebt als Wiener seit den 1990er Jahren im Silicon Valley und entwickelt kreative Marketing-Strategien für Start-Ups. Gemeinsam mit dem Amerikaner Bob Stein erfand und entwickelte er 1991 bei der einstmaligen Kult-Firma Voyager die ersten elektronischen Bücher. Bob Stein meinte damals zu mir in einem Interview: „Multimedia is like Sex, you have to experience it“. Brody hat seine Erfahrung aus Archiven und Bibliotheken mit seiner Arbeit an neuesten Technologien immer verbunden und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich alte und neue Medien zueinander verhalten und ineinander übergehen und welche Brüche dabei entstehen.

Philosophische Erkenntnis wird gegenüber vermitteltem Wissen eine noch größere Vorrangstellung einnehmen, so Brody und „… durch die Verfügbarkeit von einem weitaus breiteren Methodenspektrum unterschiedlichster Ansätze wird es einerseits zu einem tieferen globalen Verständnis, andererseits aber auch wieder zu lokalen Sektenbildungen kommen“.

[…]  Digitale Medien tendieren auch in ihrer Archivierbarkeit zu binären Entscheidungsmodellen: Alles oder nichts. Die mannigfaltigen Methoden technischer Reproduzierbarkeit und die Trennbarkeit von Information und Trägermedium führen zu einer kurzzeitigen Illusion, alles sei beliebig oft kopierbar, neu speicher- und aufhebbar. Beim Versuch „das Web“ – recte: Die Inhalte von Webseiten – festzuhalten, indem man sie punktuell früher auf CD-ROM, derzeit auf große Massenspeicher, demnächst auf – was auch immer – kopiert, zeigt sich schnell die Problematik des Unterfangens; wenn zwar viele Buchstaben und Informationen, nicht aber die relevanten Inhalte wieder abrufbar sind. […]

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