Die Philosophen Kommen

„Intellegis me esse philosophum?“
„Intellexeram, si tacuisses.“
Boethius: de consolatione philosophiae 2,7,20 f

Das Buch ist erschienen – hier ein Auszug:

[ English information here – the book is in German]

Q: Dein beruflicher Background verrät zumindest einen peripheren Zugang zur Philosophie – etwa die Beschäftigung mit Mensch-Maschine-Kommunikation hat durchaus auch einen gewissen philosophischen Hintergrund…

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Great is the mystery of birth and death – life passes swiftly – Awaken –  don’t waste your life
Han – Tassajara, CA

A: Philosophie legt die Steine in den Weg, die es interessant machen, den Weg zu gehen. Die Suche nach letzten Antworten ist etwa auch eine der treibenden Kräfte für den schriftlichen Text in allen Formen. Allen gedruckten Texten gemeinsam ist ihre Endgültigkeit, ihre Linearität und ihre – auf Hinweise und Nachweise begrenzte – Fähigkeit zur Verknüpfung. „Was man schwarz auf weiß besitzt kann man getrost nach Hause tragen“, lässt Goethe schon seinen Faust sagen.
Und Kommunikation? Vernetzte Informationssysteme wie das Web suchen die Hoffnung auf eine weiterführende Kommunikation zu befriedigen. Der „Hoffnungsraum des Neuen Webs“ besteht ja in der Möglichkeit aus der alten Form auszubrechen und statt „elektronischer“ Bücher neue Erinnerungsmodelle zu schaffen, die Ideen der „hermetischen Philosophen des 16. und 17. Jahrhunderts“ zu Erinnerungsmodellen erweitern und allgemein zugänglich machen. Vieles wird unauffindbar werden oder ganz verloren gehen. Und das macht nichts und ist auch gut so. Die Hoffnung auf Verständigung bleibt.

Hätte ich schweigen sollen? Mich der Verbreitung esoterischen Wissens verschliessen sollen? Das Leben ist ja da interessant wo wir es nicht verstehen, wo wir in die Zukunft blicken und uns fragen was ist jetzt? was kommt als Nächstes. Vieles bleibt unklar, eines ist sicher – und das blenden wir geflissentlich aus. Ob wir nun der Überzeugung sind dass es dann erst richtig losgeht oder akzeptieren daß unser Leben in der Gegenwart alles ist was wir haben.

Si tacuisses, philosophus mansisses.
Vielleicht.
Die Philiosophen kommen.
Das Belegexemplar vielleicht auch.

UPDATE – Ich habe eine digitale Version des Buches und werde mich – obwohl befangen – um eine Rezension bemühen. Details sowie eine PDF Version meines Beitrags hier.

Das Buch gibt’s hier und hier zu kaufen.

 

Marion Fugléwicz-Bren: Die Philosophen kommen: Ob TV-Talkshow, Wirtschaftsforum oder Printmagazin – immer häufiger sind es Denker aus verschiedenen Disziplinen, die zu sämtlichen Themen unseres komplexen Lebens befragt werden: Die Philosophen kommen. Und vielleicht sind gerade sie die neuen Vorbilder, die unsere aufgeklärte Welt heute braucht; sind sie es doch, die sich aufs Denken verstehen – aufs Nach-, Quer- und vielleicht auch Umdenken. Im Stillen und in der Öffentlichkeit.

Marion Fugléwicz-Bren, Journalistin und Autorin, trat in Dialog mit 22 Philosophen, interdisziplinären Experten und ihren unterschiedlichen Perspektiven.

Seitenanzahl: 232 ISBN: 978-3-8495-4395-2
Bindung: Paperback Größe: 14,8 cm x 21,0 cm
Erscheinungsdatum: 26.04.2013

 

Posted in Moulding Sorrow, Uncategorized, Vienna

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